Bürgergenossenschaften schaffen lokalen Mehrwert
Landesrätin Pamer im Gespräch mit Vertretungen der Bürgergenossenschaften in Martell und in Enneberg – Bürgergenossenschaften übernehmen lokale Dienste, um Lebensqualität vor Ort zu sichern
ENNEBERG/MARTELL (LPA). Bürgergenossenschaften sind eine Form des genossenschaftlichen Unternehmertums und bieten, insbesondere in entlegenen Ortschaften, Dienstleistungen und Aktivitäten an, die es sonst nicht geben würde. Dazu gehören beispielsweise Projekte in Stadtvierteln oder Dörfern, die eine grundlegende Dienstleistung, wie einen Supermarkt, verloren haben und die in Form einer Bürgergenossenschaft wieder aktiviert werden. Genossenschaftslandesrätin Rosmarie Pamer hat kürzlich zwei Bürgergenossenschaften besucht und sich vor Ort mit den Menschen ausgetauscht, die diese Form der Zusammenarbeit seit mehreren Jahren leben. "Bürgergenossenschaften bündeln lokale Kräfte und sichern damit Lebensqualität im ländlichen Raum. Sie verbinden dabei regionale Wertschöpfung, mit Nachhaltigkeit und Gemeinschaftssinn“, betonte Landesrätin Pamer nach den Besuchen in Enneberg und in Martell.
Die im Sommer 2024 gegründete Bürgergenossenschaft "Por Mareo" deckt in Enneberg Pfarre seit Mai dieses Jahres den Bedarf eines Nahversorgungsdienstleister ab: Mit der Dorfladenbox "Le Local" wurde ein Selbstbedienungsladen eröffnet, bei dem registrierte Kundinnen und Kunden bargeldlos über eine App einkaufen. Genossenschaftspräsident Felix Ploner berichtete beim Besuch von Landesrätin Pamer, dass das Feedback auf den Laden ein durchwegs positives sei. Zudem habe man bereits weitere Projekte in Planung, wie die Übernahme von Diensten im Auftrag der Gemeinde oder kulturelle Projekte.
"Bürgergenossenschaften sind ein innovatives Instrument der Dorfentwicklung. Sie ermöglichen es den Menschen vor Ort, Ideen gemeinsam umzusetzen und Verantwortung für ihr Lebensumfeld zu übernehmen", hält Manuela Paulmichl, Direktorin im Amt für Genossenschaftswesen fest. Ihr Amt begleite und unterstütze solche Initiativen, weil sie einen wichtigen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung unserer Gemeinden leisten. Zu diesen zählt auch die Bürgergenossenschaft "Martell 3B" (3B steht für Berge, Beeren, Biathlon): Die Genossenschaft kurbelt mit unterschiedlichen Maßnahmen die kommunale Wirtschafts- und Regionalentwicklung des Martelltales an. Ursprünglich wurde die Genossenschaft im Jahr 2002 als Regionalentwicklungsgenossenschaft gegründet, 2024 wurde daraus eine Bürgergenossenschaft. Obmann Alexander Mair stellte Landesrätin Pamer die Entwicklung sowie laufende Projekte vor, zu denen neben der Führung des Biathlonzentrums, die Reinigung der Gemeindegebäude oder touristische Dienste zählen.
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- Seit Mai hat die Dorfladenbox "Le Local" in Enneberg geöffnet, die von der Bürgergenossenschaft "Por Mareo" geführt wird. (Foto: LPA/Hannes Wisthaler) » [IMG 2 MB]
- Landesrätin Rosmarie Pamer (rechts) im Gespräch mit Genossenschaftsobmann Felix Ploner (links), dahinter (Mitte) Amtsdirektorin Manuela Paulmichl. (Foto: LPA/Hannes Wisthaler) » [IMG 3 MB]
- In Martell sprach Genossenschaftslandesrätin Rosmarie Pamer (rechts) mit dem Obmann der Bürgergenossenschaft "Martell 3B", Alexander Mair, und dem Marteller Bürgermeister Georg Altstätter. (Foto: LPA/Katharina Fleischmann) » [IMG 495 kB]

